Frankenthaler Erklärung zur energiewirtschaftlichen Zusammenarbeit
in der Pfalz und im Saar-Pfalz-Kreis
Die bevorstehende Anreizregulierung der Energienetze stellt die Energieversorgungsunternehmen vor große Herausforderungen. Die schrittweise Senkung der Netzentgelte in den kommenden zehn Jahren wird zu einem existenzbedrohenden Kostendruck führen.
Es ist davon auszugehen, dass im Zuge von Kostensenkungsmaßnahmen Arbeitsplätze in der Region verloren gehen und wichtige Investitionen in die Versorgungsnetze unterbleiben.
Um dieser Entwicklung entgegen zu treten und die Infrastruktur und die Lebensqualität in unserer Region zu sichern, bekennen sich die Energieversorger in der Pfalz und im Saar-Pfalz-Kreis und ihre kommunalen Träger zu einer engen Zusammenarbeit und lassen in einem ersten Schritt alle Optionen prüfen, die sich aus einer Zusammenfassung der Netzaktivitäten ergeben.
Diese Prüfung beinhaltet insbesondere
die kurzfristige Gründung einer gemeinsamen Netzbetreibergesellschaft mit der Möglichkeit, das für die Anreizregulierung erforderliche Know-How gemeinsam und effizient aufzubaue
eine weitergehende Zusammenarbeit, in den verschiedenen Servicebereichen,
die operative Zusammenfassung der Netze um so die erforderliche Kostensenkung mit möglichst geringen Verlusten an Beschäftigung und Wertschöpfung in der Region und unter Sicherung der Versorgungsqualität zu erreichen.
Der Bezirksverband Pfalz wird hiermit beauftragt, diese Prüfung durch Einschaltung eines geeigneten Beraters zu veranlassen. Für die genaue Formulierung des Prüfungsauftrages und die Begleitung des Prüfungsprozesses wird eine Lenkungsgruppe eingerichtet. Die Energieversorger in der Pfalz und im Saar-Pfalz-Kreis und ihre kommunalen Träger werden diese Prüfung unterstützen und die erforderlichen Informationen zur Verfügung stellen.
Die Ergebnisse werden Ende Februar in einer weiteren Regionalkonferenz vorgestellt, dort wird das weitere Vorgehen abgestimmt.
Frankenthal, den 27.10.2007/ 01.12.2007