Fundamente der Pfalzenergie

Durch die Beschlüsse der Entscheidungsgremien konnten im Dezember die Rahmenbedingungen für die Pfalzenergie und ihre Basisleistungen festgelegt werden. Damit stehen die Grundlagen fest, auf denen ab Januar die Detailabstimmung erfolgen wird und die konkreten Verträge ausformuliert werden. Allen künftigen Kooperationspartnern bietet das breite Leistungsspektrum die Möglichkeit, ihre Angebote wettbewerbsgerecht zu ergänzen.

Foto einer schneebedeckten Holzbrücke

Viel Arbeit liegt hinter den Mitgliedern der Lenkungsausschüsse und all ihren Mitarbeitern in den Unternehmen. Gemeinsam wurden die Vorschläge weiter ausgearbeitet und daraus entscheidungsfähige Vorlagen erstellt. Über den nächsten Schritt Richtung Pfalzenergie sind sich alle einig: die Gründung der Plattformgesellschaft.

Ziel: Wirtschaftlichkeit im Wettbewerb

Der Kern der Pfalzenergie wird die Plattformgesellschaft. Sie ist die Grundlage der Kooperation und soll dafür sorgen, dass die teilnehmenden Energieversorger auch zukünftig wirtschaftlich arbeiten können. Die Pfalzenergie unterstützt die Werke dabei, den zunehmenden Anforderungen des Wettbewerbs und der Regulierungsbehörden gerecht zu werden.

Kommunale Anbindung

Eine Grundvoraussetzung haben die künftigen Gesellschafter der Pfalzenergie für sämtliche künftigen Partner festgeschrieben: Wer in der Kooperation mitmachen will, muss eine örtliche Kommune als Teilhaber haben. Sie muss zu mindestens 25,1 Prozent am Stammhaus beteiligt sein. So soll die bei allen heutigen Kooperationspartnernvorhandene kommunale Anbindung erhalten bleiben. Auch für eventuelle künftige Partner ist die Regelung verbindlich.

Festlegung von Aufgaben und Aufsichtsrat

Darstellung einer Sonne

Aufgabe der Pfalzenergie-Plattform ist es, Leistungen auszutauschen, Fixkosten zu senken, kooperative Lösungen zu suchen und Fachwissen wechselseitig zu ergänzen. Im Aufsichtsrat der Plattformgesellschaft werden Vertreter von Politik, Unternehmen und Arbeitnehmern sitzen, um die Kooperation zu steuern und zu kontrollieren. Darüber hinaus ist es seine Aufgabe, weitergehende Kooperationen in der regionalen Energiewirtschaft voranzutreiben und zukunftsgerechte Lösungen für kommende Herausforderungen der Energiewirtschaft zu suchen.

Enge Abstimmung mit Politik

Das breite Spektrum der beteiligten Unternehmen und der dahinterstehenden politischen Gremien ermöglicht die immer wichtiger werdende enge Abstimmung zwischen Politik und Versorgungsunternehmen.Alle Partnerder Pfalzenergie versprechen sich dadurch eine kontinuierliche Weiterentwicklung und wechselseitige Anregung. Das politische Ziel der Pfalzenergie-Kooperation ist der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätzein der Region und die Stärkung der Energieversorger als kommunale Unternehmen. Die Kooperation bietet die besten Chancen für die Arbeitsplätze und die kommunale Verankerung.

Breiteres Leistungsspektrum

Wie sieht neben diesen hehren Zielen die Praxis aus? Heute gibt es bereits Kooperationgesellschaften, die jeweils von einem Teil der Projektpartner gegründet wurden und von diesen Partnern eingesetzt werden: Manus und EnPS. Die Mitarbeiter und das Geschäft dieser zwei Unternehmen sollen vollständig von der neuen Plattformgesellschaft übernommen werden und in ihr aufgehen. Die bisherigen Gesellschafter von Manus und EnPS werden durch die neue Kooperation über ein noch breiteres Leistungsspektrum als bisher verfügen und damit von der Pfalzenergie profitieren. Kleinen Werken bietet die Kooperation erstmals die Möglichkeit, ihr Spektrum gezielt zu erweitern.

Bisherige Kooperationsgesellschaften ohne Tarifbindung

Die Belegschaft der Plattformgesellschaft wird vorwiegend aus den nicht tarifgebundenen bisherigen Kooperationsgesellschaften Manus und EnPS kommen. Der Abschluss eines Tarifvertrages ist für den Fortgang der Entscheidungen rund um die Gründung der Plattformgesellschaft daher nicht Voraussetzung. Allerdings machen die Arbeitnehmervertreter ihre Zustimmung derzeit noch von dem Abschlusseines Rahmentarifvertrages für das Gesamtprojekt Pfalzenergie abhängig. Die Plattformgesellschaft soll keine zusätzlichen Mitarbeiter aus den Stammhäusern abziehen. Sie unterstützt die Unternehmen beider Bewältigung von Spezialfragen, die sonst entweder nicht in der gewohnten Qualität oder nur mit unvertretbar hohen Kosten beantwortet werden könnten.

Leistungsangebote nach Bedarf

Die Leistungen der Plattformgesellschaftkönnen je nach Bedarf des eigenen Unternehmens ausgewählt und zusammengestell twerden. Neben einem für alle verbindlichen Basispaket,werden drei verschiedene Wahlpakete und eine Reihe von Zusatzleistungen angeboten. Um einen nahtlosen Anschluss an die bisherigen Dienstleistungen von EnPS oder Manus zu gewährleisten,enthält darüber hinaus das sogenannte Classic-Paket in den ersten zwei Jahren den bisherigen Leistungsumfang zu den bestehenden Konditionen. Dieses Angebot erleichtert den Übergang für alle Unternehmen, die die neuen Leistungsangebote noch nicht analysieren konnten. Die intensive Abstimmung in den Entscheidungsgremien liegt damit voll im Zeitplan. Die Grundlagen für die Gründung der Pfalzenergie Anfang 2009 sind gelegt.