Aufbau Gesamtprojekt

Lenkungsausschüsse: Wer lenkt, wer schießt?
Darstellung einer Sonne

Viele Anforderungen müssen bei der Planung der Pfalzenergie unter einen Hut gebracht werden. Das ist im komplizierten Energiemarkt und mit insgesamt 58 Partnern gar nicht so einfach. Damit es gelingt, ist die Verantwortung klar verteilt. Jeder Energieversorger hat seine Vertreter selbst ausgewählt und wird durch sie in den Entscheidungsgremien vertreten. Oberstes Entscheidungsgremium ist der Lenkungsausschuss.

Foto eines roten Kletterfelsens

Gute Ideen lassen sich heute oft nicht mehr so einfach umsetzen wie früher. Viele Dinge hängen miteinander zusammen und wenn man etwas verändert, hat das gleich Auswirkungen auf eine Reihe anderer Sachen. Damit gute Ideen trotzdem umgesetzt werden können, gibt es Umsetzungsregeln: das Projektmanagement.

Lenkungsausschuss trägt Projekt-Verantwortung

Wo es im Projekt langgeht, bestimmt das verantwortliche Gremium. Dafür gibt es verschiedene Namen: Steuerungsausschuss,Lenkungskreis, Entscheidungsgremium,Controlboard, Steering Committee oder, wie bei der Pfalzenergie, Lenkungsausschuss. Hier werden die grundlegenden Entscheidungen zur Gestaltung und Ausrichtung der Pfalzenergie als Organisation getroffen. Neben seiner Verantwortung für das Gesamtprojekt übernimmt der zentrale Lenkungsausschuss auch die Steuerung des Aufbaus der Plattformgesellschaft. Darüberhinaus gibt es für jede Kompetenzgesellschaft einen eigenen Lenkungsausschuss. Letztlich entscheidet aber auch der Lenkungsausschuss nur über Vorschläge an die einzelnen Unternehmen. Ob das jeweilige Stammhaus diesen Vorschlägen folgt, wird in den dortigen Gremien entschieden.  

Vorbereitung in Kernteams

Die Umsetzung der Entscheidungen der Lenkungsausschüsse erfolgt in sogenannten Kernteams. Jedem Lenkungsausschuss ist ein Kernteam zugeordnet. Sie erarbeiten die vom Lenkungsausschuss festgelegten Aufgaben und sammeln dafür die benötigten Daten bei den teilnehmenden Partnerunternehmen. Die Kernteams treffen sich 14tägig anwechselnden Orten zu ihren Arbeitssitzungen und präsentieren ihre Ergebnisse abschließend dem zuständigen Lenkungsausschuss. Bei Bedarf kann ein Lenkungsausschuss das Kernteam mit einer inhaltlichen Korrektur des entwickelten Konzeptes beauftragen. Letztlich entscheidet der Lenkungsausschuss für seinen
Bereich darüber, wie das Feinkonzept durch die Kernteams inhaltlich
ausgestaltet werden soll.

Unternehmen entsenden ihre Vertreter

Darstellung Gesamtprojekt Pfalzenergie

Die teilnehmenden Energieversorger sind in den Kernteams meist durch Fachverantwortliche und Führungskräfte vertreten vertreten, in den Lenkungsausschüssen zusätzlich durch Werkleiter, Geschäftsführer oder Vorstände. Alle Vertreter wurden von den Unternehmen selbst ausgewählt – einige lassen sich durch ein befreundetes Werk vertreten. Um die Interessen von kleinen, mittleren und großen Energieversorgungsunternehmen gleichermaßen in der Konzepterarbeitung zu berücksichtigen, setzt sich das Kernteam der Plattformgesellschaft aus Mitarbeitern von Unternehmen aller Größenklassen, den Vertretern der bestehenden Kooperationsgesellschaften Manus und EnPS sowie einem Vertreter des Bezirksverbandes zusammen. Im zugehörigen Lenkungsausschuss sind Vertreter von Politik und den kleinen, mittleren und großen Unternehmen präsent. Durch diese repräsentative Zusammensetzung von Lenkungsausschüssen und Kernteams können die Interessen aller Unternehmen in der anstehenden Konzeptphase sowohl in der Plattformgesellschaft als auch in den Kompetenzgesellschaften berücksichtigt werden.

Wahrung der Arbeitnehmerinteressen

Der Lenkungsausschuss der Plattformgesellschaft hat in seiner Sitzung am zweiten September bekräftigt:

  • Kein Mitarbeiter soll durch die Kooperation im Vergleich zumStatus Quo schlechter gestellt werden.

  • Im Zuge der Kooperation soll keine Tarifflucht stattfinden.

  • Durch die Kooperation sollen keine betriebsbedingten Kündigungen ausgelöst werden; vielmehr zielt das Modell auf die Sicherung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in der Region.

Die Arbeitnehmervertreter wurden über den Projektstand und die weiteren Schritte informiert. Die Einbindung und Information der Arbeitnehmervertreter erfolgt in jedem Haus. Parallel und unterstützend treffen sich die Arbeitnehmervertreter zu Abstimmungsrunden, in denen sie mit eigenen Beratern über die Fragen und Vorgehensweise im Projekt diskutieren. Die
Projektverantwortlichen des Bezirksverbandes und K.GROUP als Unternehmensberater des Gesamtprojektes stehen auch in diesen Runden regelmäßig Rede und Antwort. Drei seitens der Arbeitnehmer benannte Vertreter werden in den Lenkungsausschuss eingeladen.