Pfalzenergie in Gründungsphase eingetreten

Zusammenschluss der pfälzischen Energieversorger sichert Zukunft

vom 23. Dezember 2008

Nachdem die Beratungsgespräche im Lenkungsausschuss mit den Vertretern der 58 Energieversorger der Pfalz abgeschlossen sind, ist das Projekt Pfalzenergie nun definitiv in die Gründungsphase eingetreten. Damit entsteht zurzeit einer der größten Marktpartner der Energiewirtschaft im süddeutschen Raum. Der Startschuss fiel kürzlich im Lenkungsausschuss, als dieser ein positives Votum für den Zusammenschluss abgegeben hatte. Nun stehen die Gremienentscheidungen der einzelnen Energieversorger an. Die Gründungsversammlung mit der feierlichen Vertragsunterzeichnung soll noch im ersten Quartal 2009 stattfinden, damit die Pfalzenergie dann im Mai ihre Arbeit aufnehmen kann.

Ziel ist es, die Energieversorger in einer Plattformgesellschaft zu bündeln und ihnen ein dreistufiges Leistungsangebot bereitzustellen. Das Basispaket, das alle Gesellschafter abnehmen, beinhaltet beispielsweise Seminare, Marktanalysen und regelmäßige Informationsdienste. Die so genannten Wahlpakete bieten vertiefte Unterstützung, etwa im Regulierungsmanagement, beim Bereitstellen von Musterverträgen und in fachlichen Fragen. Schließlich können die Energieversorger noch weitere, individuell ausgewählte Zusatzleistungen ordern. Eine Informationsveranstaltung für alle Unternehmen ist für Januar geplant; auch befindet sich eine Website im Aufbau (www.pfalzenergie.de).

Pfalzenergie – eine Initiative des Bezirksverbands Pfalz – will den pfälzischen Energieversorgern ermöglichen, unter schärfer werdenden Wettbewerbsbedingungen, die mit der Liberalisierung der Energiemärkte einhergehen, effizient zu wirtschaften und gleichzeitig ihre Selbstständigkeit zu bewahren. Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder hatte die Kooperation vor gut einem Jahr angestoßen und die Verhandlungen im Lenkungsausschuss zusammen mit einem Beratungsunternehmen moderiert. In den Sparten Strom, Gas, Wasser und Wärme beschäftigen die 58 Kooperationspartner über 2.200 Vollzeitkräfte, betreuen mehr als 1,2 Millionen Versorgungszähler und unterhalten eine Versorgungsnetzlänge von rund 38.000 Kilometern.